Lagom – was hinter dem schwedischen Geheimnis der Balance steckt

von | Nov. 2, 2025 | Stress, Achtsamkeit und Resilienz, News

Lagom – was hinter dem schwedischen Geheimnis der Balance steckt
Ich erinnere mich an eine Zeit, in der alles eigentlich gut war – und sich trotzdem nicht gut anfühlte.
Von außen lief mein Alltag rund: Projekte, Kontakte, To-dos – doch innerlich war ich ständig im „noch ein bisschen mehr“-Modus.
Genau in dieser Phase bin ich zum ersten Mal auf das Wort Lagom gestoßen.
Ein Wort, das in Schweden für ein Lebensgefühl steht: nicht zu viel und nicht zu wenig.
Es bedeutet, die Mitte zu finden – zwischen Ehrgeiz und Ruhe, zwischen Tun und Sein.
Lagom erinnert uns daran, dass Balance kein Luxus ist, sondern ein natürlicher Zustand.
Wir haben ihn nur oft vergessen.

Warum wir das Gleichgewicht so leicht verlieren
Unsere Welt liebt Extreme: viel leisten, viel erleben, viel posten.
Doch je mehr wir tun, desto stiller wird oft das, was uns wirklich trägt.
Wenn du dich gestresst, unruhig oder leer fühlst, ist das kein persönliches Versagen – es ist ein Zeichen, dass du dich vom eigenen Rhythmus entfernt hast.
Lagom hilft, diesen Rhythmus zurückzuholen.
Es ist keine To-do-Liste, sondern eine Haltung.
Eine, die sagt: Ich darf genug sein – auch wenn noch nicht alles fertig ist.

Drei Wege, wie du Lagom im Alltag leben kannst
  1. Kleine Pausen – große Wirkung
    Balance entsteht nicht, wenn du alles perfekt planst, sondern wenn du Raum lässt.
Probier, jeden Tag drei kurze Atempausen einzubauen: morgens, mittags, abends.
Atme einfach bewusst ein und aus – langsamer aus als ein.
Das signalisiert deinem Körper: Ich bin sicher.
Zwei Minuten reichen, um das Nervensystem zu beruhigen.
  2. Das „Genug“ wiederfinden
    Frag dich zwischendurch: Was ist heute genug?
Genug gearbeitet, genug gegeben, genug gedacht.
Diese Frage verändert dein Energiegefühl – weg von Mangel, hin zu Maß.
Du wirst merken: „Genug“ fühlt sich nicht nach Verzicht an, sondern nach Frieden.
  3. Deine Mitte pflegen
    Lagom bedeutet auch, deinen Körper und Geist nicht gegeneinander arbeiten zu lassen.
Plane deine Woche wie eine Welle:
Phasen der Aktivität – Phasen der Ruhe.
Nach einem intensiven Tag folgt bewusst ein ruhiger Abend.
Diese kleinen Ausgleichsbewegungen halten dich langfristig stabil.
    Achtsamkeit – der leise Schlüssel zur inneren Balance
    Viele Menschen glauben, Achtsamkeit bedeute, still zu sitzen und zu meditieren.
Aber Lagom zeigt uns, dass Achtsamkeit auch mitten im Alltag stattfinden kann.
Wenn du dein Essen wirklich schmeckst.
Wenn du bewusst zuhörst.
Wenn du merkst, dass du zu schnell bist – und kurz innehältst.
    Diese kleinen Momente verändern alles, weil sie dich zurück in den Kontakt mit dir bringen.
Und genau dort entsteht Balance: nicht in Perfektion, sondern in Präsenz.
    Manchmal hilft es, sich am Abend drei Fragen zu stellen:
    • Was war heute im Gleichgewicht?
    • Wo war es zu viel?
    • Und wofür bin ich dankbar?
    Das sind keine Aufgaben, sondern Erinnerungen.
Lagom lebt davon, dass du dich selbst wieder wahrnimmst – liebevoll, nicht kritisch.

Work-Life-Balance neu gedacht

Work-Life-Balance neu gedacht
Das Wort „Work-Life-Balance“ klingt oft nach einem Kampf: hier Arbeit, dort Leben.
Aber Lagom verbindet beides.
Denn du bist dein Leben – auch während du arbeitest.
Es geht nicht um strikte Grenzen, sondern um bewusste Übergänge.
Ein Beispiel:
Wenn du arbeitest, sei ganz bei der Aufgabe.
Wenn du isst, sei ganz beim Essen.
Wenn du mit Menschen sprichst, sei wirklich da.
Das klingt einfach, ist aber tief wirksam.
Weil du dadurch nicht Energie verlierst zwischen den Dingen, sondern sie in jedem Moment wieder aufbaust.

Fazit – Gleichgewicht ist kein Ziel, sondern ein Weg
Achtsamkeit im Alltag

Lagom lehrt dich, dass Balance nichts ist, das du erreichst und dann behältst.
Es ist eine Bewegung – ein stetiges Ausgleichen, ein Lauschen auf das eigene Maß.
Wenn du dir erlaubst, weniger zu müssen und mehr zu sein,
entsteht Ruhe ganz von selbst.
Vielleicht magst du heute damit beginnen –
indem du kurz innehältst, atmest und dich fragst: Was wäre jetzt Lagom?

Dein nächster Schritt
Wenn du dieses Lebensgefühl vertiefen möchtest, begleite ich dich gern in meinem Kurs „Lagom – die schwedische Kunst der Balance“.
Dort bekommst du kleine, leicht umsetzbare Impulse und Übungen,
die dir helfen, im Alltag wieder Gelassenheit, Klarheit und Ruhe zu finden – ohne Druck, ohne Perfektion.


👉 Zum Lagom-Kurs
Der Kurs kostet 17 Euro und ist eine sanfte Einladung, dein eigenes Gleichgewicht zurückzuholen – Schritt für Schritt.

Wenn du magst, dann höre gern mal in meine Podcast rein oder schau für weitere Informationen auf meinem Instagram-Profil vorbei

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Ich begleite dich nach Krankheit, Krise oder Erschöpfung – damit sie Schritt für Schritt ihr Leben zurückgewinnen - oder wenn du einfach Bedarf hast.